Wissenswertes

E-Rechnung Pflicht Fristen und Formate

Die E-Rechnung Pflicht greift für den Versand ab dem 1. Januar 2027: Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Gesamtumsatz im Vorjahr dürfen an andere Unternehmen dann keine Papier- oder PDF-Rechnungen mehr schicken, ab 2028 gilt das für alle, empfangen müssen alle schon seit 2025. Dieser Beitrag zeigt, wer ab 2027 betroffen ist, welche Formate zulässig sind und was bei Prüfung, Vorsteuer und Aufbewahrung gilt. Er richtet sich an Unternehmen, die ihre Rechnungsprozesse bis zum Jahreswechsel umstellen müssen.
Stand: Oktober 2026
Sie möchten den Rechnungseingang nicht selbst organisieren?

Das Wichtigste in Kürze

  • Versenden ab 1. Januar 2027: Pflicht für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Gesamtumsatz im Jahr 2026, ab 2028 für alle.
  • Empfangen seit 2025: Jedes inländische Unternehmen muss E-Rechnungen entgegennehmen können. Für Empfänger gibt es keine Übergangsfrist.
  • PDF ist keine E-Rechnung. Entscheidend ist ein strukturiertes Format nach EN 16931, nicht der elektronische Versand.
  • Zulässig sind unter anderem XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 – ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC-WL.
  • Alle Pflichtangaben müssen im strukturierten Teil stehen. Der häufigste Fehler betrifft den Leistungszeitpunkt.
  • Acht Jahre aufbewahren: zumindest der strukturierte Teil unverändert im Originalformat. Ein Ausdruck genügt nicht.

Was als E-Rechnung gilt – und was nicht

Seit dem 1. Januar 2025 ist der Begriff im Umsatzsteuergesetz neu gefasst. Nach § 14 Absatz 1 Satz 3 UStG liegt eine E-Rechnung nur dann vor, wenn die Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird, dieses Format die elektronische Verarbeitung ermöglicht und den Vorgaben der Richtlinie 2014/55/EU entspricht. Maßgeblich ist damit die europäische Normenreihe EN 16931.

Der Unterschied liegt zwischen lesbar und verarbeitbar. Ein PDF zeigt einer Person den Rechnungsinhalt, liefert einem Buchhaltungssystem aber keine auswertbaren Datenfelder. Alles, was diese Anforderung nicht erfüllt, gilt seit 2025 als sonstige Rechnung – auch dann, wenn es elektronisch verschickt wird.

Das ist keine E-Rechnung

  • PDF-Rechnung per E-Mail
  • Eingescannte Papierrechnung
  • Foto oder Bilddatei einer Rechnung
  • Rechnung als Word- oder Excel-Datei
  • Papierrechnung per Post
  • Computer-Fax an ein Faxgerät

Hinweis

Häufig wird die Definition aus der E-Rechnungsverordnung (ERechV) zitiert. Diese Verordnung regelt jedoch Rechnungen an die Bundesverwaltung. Für Rechnungen zwischen Unternehmen ist allein das Umsatzsteuergesetz maßgeblich. Auch die dort geforderte Leitweg-Identifikationsnummer ist im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen ohne Bedeutung.


Die drei Stufen: 2025, 2027 und 2028

Die Pflicht ist in drei Stufen aufgeteilt. Wichtig ist die Trennung zwischen Empfang und Versand: Die Übergangsregelungen gelten ausschließlich für den Rechnungsaussteller. Wer Rechnungen erhält, hatte nie eine Schonfrist.

Die drei Stufen der E-Rechnung

  1. Gilt bereits

    Empfangen

    Jedes im Inland ansässige Unternehmen muss E-Rechnungen entgegennehmen können. Für Empfänger gibt es keine Übergangsregelung. Technisch genügt dafür ein E-Mail-Postfach. Ein gesondertes Postfach ist nicht vorgeschrieben, in der Praxis aber sinnvoll.

  2. Steht bevor

    Versenden ab 800.000 Euro

    Unternehmen, deren Gesamtumsatz im Sinne des § 19 Absatz 3 UStG im vorangegangenen Kalenderjahr über 800.000 Euro lag, müssen für inländische Umsätze an andere Unternehmen E-Rechnungen ausstellen. Papier- und PDF-Rechnungen sind für diese Unternehmen dann nicht mehr zulässig.

  3. Steht bevor

    Versenden ohne Ausnahme

    Die Ausstellungspflicht gilt für alle inländischen Unternehmen, unabhängig vom Umsatz. Bis Ende 2027 dürfen Rechnungen zusätzlich über ein EDI-Verfahren übermittelt werden, sofern der Empfänger zustimmt.

Ab 1. Januar 2027: Wer jetzt umstellen muss

Für die Stufe 2027 kommt es auf den Gesamtumsatz nach § 19 Absatz 3 UStG im vorangegangenen Kalenderjahr an (§ 27 Abs. 38 UStG). Für 2027 ist das der Umsatz des laufenden Jahres 2026. Wer die Grenze überschreitet, kann das also bereits jetzt absehen und muss ab der ersten Rechnung im Januar im strukturierten Format ausstellen.

Entscheidungspfad

Müssen Sie ab 2027 E-Rechnungen ausstellen?

  1. Geht die Rechnung an ein anderes Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte im Inland?

  2. Fällt der Umsatz unter eine Ausnahme (Kleinbetrag bis 250 Euro, Fahrausweis, steuerfrei nach § 4 Nr. 8 bis 29 UStG, Kleinunternehmer)?

  3. Lag Ihr Gesamtumsatz 2026 über 800.000 Euro?

Mögliche Ergebnisse

  • Ergebnis A

    Keine Ausstellungspflicht

    Papier- und PDF-Rechnungen bleiben zulässig. E-Rechnungen empfangen müssen Sie trotzdem.

  • Ergebnis B

    E-Rechnung ab 1. Januar 2027

    Papier und PDF sind nicht mehr zulässig. Bis Ende 2027 darf ein mit dem Empfänger vereinbartes EDI-Verfahren weiterlaufen.

  • Ergebnis C

    E-Rechnung ab 1. Januar 2028

    2027 dürfen Sie noch Papier- oder, mit Zustimmung des Empfängers, PDF-Rechnungen schicken.

Orientierung, keine verbindliche Prüfung.

Maßgeblich ist der Umsatz des Rechnungsausstellers, nicht der des Empfängers. Ein kleineres Unternehmen erhält ab 2027 daher E-Rechnungen von größeren Lieferanten, ohne selbst schon versenden zu müssen. Empfangen und verarbeiten muss es sie trotzdem. Wer diesen Teil abgibt, verlagert die Belegverarbeitung in die laufende Finanzbuchhaltung des Dienstleisters.

Hinweis

Für die Pflicht ab 2027 zählt der Umsatz des Jahres 2026. Das ist das laufende Geschäftsjahr – die Weichenstellung fällt also nicht erst 2027.

  • Gesamtumsatz 2026 ermitteln und mit der Grenze abgleichen
  • Lieferanten identifizieren, die ab 2027 voraussichtlich versenden
  • Prüfen, ob eingehende E-Rechnungen ausgelesen und nicht nur abgelegt werden
  • Festlegen, wer eingehende Rechnungen prüft, freigibt und bucht

Wichtige Werte

Fristen und Grenzen im Überblick
WertHöheGrundlageGültig
Umsatzgrenze für die Stufe 2027800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr§ 27 Abs. 38 UStG i. V. m. § 19 Abs. 3 UStGab 01.01.2027
Kleinbetragsrechnung250 € brutto§ 33 UStDVunbefristet
Aufbewahrungsfrist für Rechnungen8 Jahre§ 14b Abs. 1 UStGseit 01.01.2025
Leistungsverzeichnis und Abschläge im Anhang (Bauleistungen)–BMF-FAQ zur E-Rechnungbefristet bis 30.06.2030

Wo die Pflicht nicht greift

Die Ausstellungspflicht betrifft Umsätze zwischen Unternehmen, die beide im Inland ansässig sind. Davon gibt es klar umrissene Ausnahmen.

  • Rechnungen an Privatpersonen
  • Umsätze mit Unternehmen ohne Sitz oder Betriebsstätte im Inland
  • Steuerfreie Umsätze nach § 4 Nummer 8 bis 29 UStG
  • Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro brutto (§ 33 UStDV)
  • Fahrausweise (§ 34 UStDV)
  • Rechnungen von Kleinunternehmern nach § 19 UStG (§ 34a UStDV)

Ausnahme betrifft nur das Ausstellen

Kleinunternehmer sind nach § 34a UStDV dauerhaft davon befreit, E-Rechnungen auszustellen – sie dürfen weiterhin Papier- oder PDF-Rechnungen versenden. Die Pflicht, eingehende E-Rechnungen entgegennehmen und aufbewahren zu können, gilt für sie seit 2025 unverändert. Dasselbe gilt für alle anderen Ausnahmen in dieser Liste.


XRechnung und ZUGFeRD: die zulässigen Formate

Das Gesetz schreibt kein bestimmtes Format vor, sondern verlangt die Einhaltung der Norm EN 16931. In Deutschland erfüllen das vor allem zwei Formate: die XRechnung als reine XML-Datei und ZUGFeRD als Hybridformat, das eine XML-Datei in ein PDF einbettet. Zulässig ist ZUGFeRD ab Version 2.0.1, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC-WL – diese bilden nicht alle Pflichtangaben strukturiert ab und gelten deshalb nicht als E-Rechnung.

Daneben kommen europäische Formate wie Factur-X, das technisch mit ZUGFeRD 2.x übereinstimmt, oder Peppol BIS Billing in Betracht. Abweichende Formate lassen sich zwischen Aussteller und Empfänger vereinbaren, sofern sich die erforderlichen Angaben korrekt extrahieren lassen. Darauf beruhen die etablierten EDI-Verfahren.

XRechnung und ZUGFeRD

XRechnung und ZUGFeRD im Vergleich
MerkmalXRechnungZUGFeRD ab 2.0.1
Aufbaureine XML-DateiPDF mit eingebetteter XML-Datei
Lesbarkeit ohne Softwarenur über einen ViewerPDF-Ansicht direkt lesbar
Typischer EinsatzRechnungen an öffentliche AuftraggeberGeschäftsverkehr zwischen Unternehmen
Zu beachtenkeine Leitweg-ID im Geschäft zwischen UnternehmenProfile MINIMUM und BASIC-WL sind nicht zulässig

Der strukturierte Teil ist führend

Bei Hybridformaten wie ZUGFeRD enthält die Datei zwei Darstellungen derselben Rechnung. Weichen sie voneinander ab, gilt der strukturierte XML-Teil. Die sichtbare PDF-Ansicht ist nicht maßgeblich – ein Fallstrick, der erst auffällt, wenn gebuchte Beträge nicht zur Sichtprüfung passen.

Pflichtangaben im strukturierten Teil

Alle nach §§ 14 und 14a UStG erforderlichen Angaben müssen im strukturierten Teil enthalten sein. Ein Verweis auf einen Anhang genügt dafür nicht; Anhänge können nur ergänzende Angaben zur Leistungsbeschreibung aufnehmen. Wird eine Rechnung im Gutschriftverfahren durch den Leistungsempfänger ausgestellt, muss der Rechnungstyp entsprechend gesetzt sein.

Häufigster Fehler: der Leistungszeitpunkt

Der bei Papier- und PDF-Rechnungen verbreitete Zusatz „Leistungsdatum entspricht dem Rechnungsdatum“ reicht bei einer E-Rechnung nicht aus. Der Leistungszeitpunkt ist ein eigenes Datenfeld und gehört ausgefüllt in den strukturierten Teil.

Bauleistungen

Bauleistungen werden über umfangreiche Leistungsverzeichnisse sowie Abschlags- und Schlussrechnungen abgerechnet, die sich im strukturierten Teil nur begrenzt abbilden lassen. Nach den Erläuterungen der Finanzverwaltung genügt es deshalb, im strukturierten Teil die einzelnen Gewerke mit ihren Summen aufzuführen, wenn eine Anlage die Leistung detailliert aufschlüsselt. Ebenso dürfen bereits abgerechnete Abschläge in einer Schlussrechnung in einen Anhang aufgenommen werden. Beide Erleichterungen sind bis zum 30. Juni 2030 befristet. Zur Rechnungsstellung bei Bauleistungen gehört auch die Umkehr der Steuerschuldnerschaft.


E-Rechnung im Eingang: prüfen und verarbeiten

Für den Empfang genügt ein E-Mail-Postfach. Empfangen ist jedoch nicht dasselbe wie verarbeiten: Eine E-Rechnung, die als Datei im Postfach liegt und dort ausgedruckt wird, erfüllt den Zweck der Umstellung nicht und wirft bei der Aufbewahrung Probleme auf.

Für jede Rechnung müssen Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit gewährleistet sein. Lesbarkeit bedeutet seit 2025 maschinelle Auswertbarkeit des strukturierten Datensatzes. Sicherstellen lässt sich das über ein innerbetriebliches Kontrollverfahren, das einen verlässlichen Prüfpfad zwischen Leistung und Rechnung herstellt – etwa den Abgleich mit Bestellung, Vertrag und Lieferschein.

  • Definierter Eingangskanal, über den Lieferanten zuverlässig zustellen können
  • Technische Prüfung des Datensatzes vor der Verbuchung
  • Abgleich mit Bestellung, Vertrag oder Lieferschein als Prüfpfad
  • Festgelegte Zuständigkeit für Prüfung, Freigabe und Buchung
  • Dokumentierter Umgang mit fehlerhaften Rechnungen

Vorsteuer: was ab 2027 beim Empfänger passiert

War der Lieferant zur E-Rechnung verpflichtet und schickt trotzdem Papier oder PDF, ist das keine ordnungsmäßige Rechnung und berechtigt dem Grunde nach nicht zum Vorsteuerabzug (Abschn. 15.2a Abs. 1 UStAE in der Fassung vom 15.10.2025). Die Finanzverwaltung lässt den Abzug trotzdem zu, wenn die übrigen Voraussetzungen nachgewiesen sind. Bei einer inhaltlich richtigen und vollständigen Rechnung ist das nach dem BMF-Schreiben regelmäßig der Fall (Abschn. 15.2a Abs. 1a UStAE). Sicherer ist es, beim Lieferanten eine E-Rechnung als Berichtigung anzufordern, die eindeutig auf die ursprüngliche Rechnung verweist.


Aufbewahrung: acht Jahre im Originalformat

Rechnungen sind nach § 14b Absatz 1 UStG acht Jahre aufzubewahren. Die Frist wurde durch das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz von zehn auf acht Jahre verkürzt. Sie beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde. Welche Unterlagen sonst wie lange bleiben müssen, steht in den Aufbewahrungsfristen.

Bei einer E-Rechnung ist zumindest der strukturierte Teil so aufzubewahren, dass er unversehrt in seiner ursprünglichen Form vorliegt und maschinell auswertbar bleibt. Ein Ausdruck, ein Screenshot oder eine nachträglich erzeugte PDF-Ansicht genügen nicht. Es gelten zusätzlich die allgemeinen Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit digitaler Aufzeichnungen, die die Grundlagen der Buchhaltung erläutern: unveränderbare Ablage, Nachvollziehbarkeit von Änderungen und eine Verfahrensdokumentation.

  • Strukturierten Datensatz unverändert im Originalformat ablegen
  • Ablage gegen nachträgliche Änderung sichern oder Änderungen protokollieren
  • Lesbarkeit über die gesamte Frist sicherstellen, auch nach Softwarewechseln
  • Zugehörige E-Mails und Übermittlungsnachweise mit aufbewahren
  • Verfahrensdokumentation schriftlich festhalten und aktuell halten

Bis zum Jahreswechsel erledigen

Die Umstellung betrifft weniger die Rechnungsausgabe als den gesamten Belegweg. Wer 2026 über 800.000 Euro Umsatz kommt, sollte die Ausgangsseite bis Dezember testen, alle anderen haben dafür ein Jahr länger.

01

Ausgangsseite testen

Erstellen Sie testweise eine E-Rechnung im zulässigen Format und lassen Sie sie mit einer Validierungsanwendung prüfen. So fallen fehlende Pflichtangaben auf, bevor die Pflicht greift.

02

Eingang und Zuständigkeit festlegen

Bestimmen Sie eine Adresse für eingehende E-Rechnungen und wer prüft, freigibt und bucht. Die Rollen bestehen meist schon und wandern nur auf den neuen Weg.

03

Verarbeitung und Archiv prüfen

Ihr System sollte den Datensatz auslesen und unverändert ablegen. Abtippen oder Ausdrucke erfüllen weder den Zweck noch die Aufbewahrung.

Rechtsgrundlagen

  1. Gesetz§ 14 UStG

    Ausstellung von Rechnungen

    Kernaussage

    Definition der E-Rechnung, Ausstellungspflicht zwischen Unternehmen und Übergangsregelungen bis 2028.

    Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de
  2. Gesetz§ 14b UStG

    Aufbewahrung von Rechnungen

    Kernaussage

    Aufbewahrungsfrist von acht Jahren, unversehrte und maschinell auswertbare Aufbewahrung.

    Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de
  3. Gesetz§ 27 Abs. 38 UStG

    Übergangsregelungen

    Kernaussage

    Ausstellungspflicht ab 2027 bei über 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 2028 für alle, EDI bis Ende 2027.

    Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de
  4. VerwaltungBMF-Schreiben vom 15.10.2025

    E-Rechnung zwischen Unternehmen

    Kernaussage

    Formate, Pflichtangaben, Berichtigung und Vorsteuerabzug bei fehlender E-Rechnung.

  5. Verordnung§ 33 UStDV

    Rechnungen über Kleinbeträge

    Kernaussage

    Rechnungen bis 250 Euro brutto sind von der E-Rechnungspflicht ausgenommen.

    Verordnungstext auf gesetze-im-internet.de
  6. Verordnung§ 34 UStDV

    Fahrausweise als Rechnungen

    Kernaussage

    Fahrausweise sind von der E-Rechnungspflicht ausgenommen.

    Verordnungstext auf gesetze-im-internet.de
  7. Verordnung§ 34a UStDV

    Rechnungsausstellung durch Kleinunternehmer

    Kernaussage

    Kleinunternehmer sind von der Ausstellung von E-Rechnungen befreit.

    Verordnungstext auf gesetze-im-internet.de

Häufige Fragen

Muss ich einer E-Rechnung zustimmen?

Nein. Besteht eine Pflicht zur Ausstellung, ist keine Zustimmung des Empfängers erforderlich, und er kann die Rechnung auch nicht zurückweisen. Umgekehrt gilt: Papier- und PDF-Rechnungen dürfen während der Übergangszeit nur mit Zustimmung des Empfängers versendet werden. Diese Zustimmung kann auch stillschweigend erfolgen, etwa durch Bezahlung.

Wie öffne ich eine XRechnung?

Eine XRechnung ist eine reine XML-Datei und im Editor nur als Code lesbar. Die Finanzverwaltung stellt unter e-rechnung.elster.de einen kostenlosen Viewer bereit, der die Datei in eine lesbare Ansicht überführt. Buchhaltungssysteme lesen die Daten in der Regel direkt ein. Bei ZUGFeRD entfällt der Schritt, weil die Datei bereits ein lesbares PDF enthält.

Wie korrigiere ich eine fehlerhafte E-Rechnung?

Eine bereits versendete E-Rechnung wird nicht überschrieben. Üblich ist eine Stornorechnung, die eindeutig auf Nummer und Datum der Originalrechnung verweist, gefolgt von einer neuen Rechnung mit eigener Nummer. Zulässig ist auch eine Berichtigung durch eine Folgerechnung, sofern sich diese eindeutig auf die ursprüngliche Rechnung bezieht. Bestand für die Originalrechnung eine E-Rechnungspflicht, müssen auch Storno und Korrektur im strukturierten Format vorliegen. Alle Dokumente sind gemeinsam aufzubewahren.

Was passiert, wenn ich ab 2027 keine E-Rechnung ausstelle?

Eine Papier- oder PDF-Rechnung ist dann keine ordnungsmäßige Rechnung. Das trifft vor allem Ihren Kunden beim Vorsteuerabzug, deshalb werden Kunden eine E-Rechnung nachfordern. Sie können die Rechnung berichtigen, indem Sie eine E-Rechnung mit eindeutigem Bezug auf die ursprüngliche Rechnung ausstellen.

Gilt die Pflicht auch beim Bareinkauf?

Für Barzahlungen gibt es keine Sonderregelung. Maßgeblich ist der Betrag: Bis 250 Euro brutto liegt eine Kleinbetragsrechnung vor, für die keine E-Rechnungspflicht besteht. Darüber gelten die allgemeinen Regeln. In der Praxis erhalten Sie vor Ort zunächst einen Beleg als sonstige Rechnung; die E-Rechnung wird nachgereicht.

Nächster Schritt
Sie möchten den Rechnungseingang nicht selbst organisieren?
Wir übernehmen Belegverarbeitung, laufende Buchung und die revisionssichere Ablage – mit einem festen Ansprechpartner, der Ihre Zahlen kennt.

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