Das Dachdeckerhandwerk ist vom Verfahren des Bauhauptgewerbes ausdrücklich ausgenommen und hat eine eigene Sozialkasse mit eigenem Tarifvertrag, eigenem Meldeweg und eigener Beitragshöhe. Wer die Regeln des Bauhauptgewerbes anwendet, meldet an der falschen Stelle — und merkt es erst, wenn die Kasse nachfordert.
Anders als im Bauhauptgewerbe, wo die branchenspezifische Untergrenze ausgelaufen ist, gilt im Dachdeckerhandwerk weiterhin eine eigene, nach Qualifikation gestaffelte. Sie liegt über der gesetzlichen und wird regelmäßig neu festgesetzt. Die Eingruppierung muss deshalb jedes Jahr nachgezogen werden.
Ein Unwetter verändert die Auftragslage über Nacht. Der Betrieb arbeitet Überstunden, stellt kurzfristig Leute ein und schreibt gleichzeitig Dutzende kleiner Rechnungen an Privatkunden. Die Meldungen für die neuen Leute müssen trotzdem am ersten Tag draußen sein.
Arbeiten auf dem Dach sind unfallversicherungsrechtlich anders eingestuft als Arbeiten im Ausbau, und die Einstufung schlägt unmittelbar auf den Jahresbeitrag durch. Bei Mischtätigkeiten müssen die Lohnsummen getrennt geführt werden, sonst wird der Betrieb insgesamt zum ungünstigeren Satz veranlagt.
Wir arbeiten digital, und das heißt nicht anonym. Jeder Betrieb hat bei uns eine feste Ansprechpartnerin mit eigener Durchwahl — dieselbe Person im Januar wie im Oktober. Sie kennt Ihre Tarifbindung, Ihre Zuschlagsmodelle und die Eigenheiten Ihrer Abrechnung.
Unterlagen laufen über eine gesicherte Cloud, Auswertungen stehen jederzeit bereit, Ihre Mitarbeitenden erreichen ihre Abrechnungen über einen eigenen Zugang. Für ein Gespräch vor Ort sind wir im Großraum München schnell da — gebraucht wird es selten, angeboten wird es immer.
Und was ist mit meinem Steuerberater?
Der bleibt. Wir übernehmen die laufende Lohn- und Finanzbuchhaltung und liefern die Daten so, wie Ihre Kanzlei sie für den Jahresabschluss braucht. Steuerberatung erbringen wir nicht — dafür ist Ihr Steuerberater da. Die Aufgabenteilung ist eingespielt und in der Regel für beide Seiten die entlastendere Lösung.
Das Dachdeckerhandwerk ist vom Sozialkassenverfahren des Bauhauptgewerbes ausdrücklich ausgenommen und hat stattdessen ein eigenes. Eigene Kasse, eigener Tarifvertrag, eigenes Meldeportal, eigene Fristen, eigene Beitragshöhe.
Wer eine Lohnsoftware oder einen Dienstleister einsetzt, der auf das Bauhauptgewerbe eingerichtet ist, meldet deshalb an der falschen Stelle oder mit der falschen Bemessungsgrundlage. Das fällt in der Regel erst bei der Prüfung auf.
Wir führen die laufende Abrechnung nach dem Verfahren, das für Ihren Betrieb tatsächlich gilt, einschließlich der Urlaubskonten und der Abrechnung in der Schlechtwetterzeit.
Ein Dachdeckerbetrieb bedient zwei Welten gleichzeitig: Neubau und Sanierung mit langen Bauzeiten und Abschlagsrechnungen auf der einen Seite, Reparaturen und Sturmschäden beim Privatkunden auf der anderen.
Beide folgen unterschiedlichen Regeln. Beim gewerblichen Auftraggeber kann die Umkehr der Steuerschuldnerschaft greifen, beim Privatkunden nicht — dort kommt es stattdessen darauf an, Arbeits- und Materialkosten getrennt auszuweisen, damit der Kunde seinen Anteil geltend machen kann.
Wir buchen beide Wege sauber getrennt und halten die Bescheinigungen nach, von denen die Einordnung abhängt.
Für Dachdeckerbetriebe läuft das Sozialkassenverfahren nicht über die Kasse des Bauhauptgewerbes, sondern über eine eigene. Sie zieht die Beiträge auf die Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer ein und wickelt zugleich das Urlaubsverfahren ab. Beitragshöhe, Meldeportal und Fristen unterscheiden sich vom Bauhauptgewerbe. In der Beitragshöhe ist bei dieser Kasse zudem der Anteil für das Winterverfahren bereits enthalten, was die Abstimmung gegenüber dem Bauhauptgewerbe vereinfacht — aber nur, wenn man es weiß. Wer beide Verfahren verwechselt, meldet mit der falschen Bemessungsgrundlage. SOKA-BAU und die anderen Kassen
Im Dachdeckerhandwerk gilt eine eigene, allgemeinverbindlich erklärte Lohnuntergrenze, gestaffelt nach Qualifikation. Sie liegt über der gesetzlichen und wird in eigenen Zeitabständen neu festgesetzt, die nicht mit dem Kalenderjahr zusammenfallen müssen. Das unterscheidet das Gewerk vom Bauhauptgewerbe, wo die branchenspezifische Untergrenze ausgelaufen ist und nur noch die gesetzliche gilt. Wer die Eingruppierung nicht zu jedem Stichtag nachzieht, unterschreitet — und der Zoll prüft genau das, zusammen mit der Arbeitszeitaufzeichnung.
Das Dachdeckerhandwerk ist eines der wenigen Gewerke, die in das Winterverfahren einbezogen sind. In der Schlechtwetterzeit kann der Betrieb für witterungsbedingte Arbeitsausfälle Saison-Kurzarbeitergeld beantragen, verauslagt die Leistung und holt sie sich zurück. Daneben stehen zwei ergänzende Leistungen: eine für ausgefallene Stunden, die über Arbeitszeitguthaben ausgeglichen werden, und eine für tatsächlich geleistete Stunden auf witterungsabhängigen Arbeitsplätzen. Beide sind steuer- und beitragsfrei und verlangen einen stundengenauen Nachweis je Arbeitnehmer. In der Praxis werden sie regelmäßig verwechselt. Was in der Schlechtwetterzeit gilt
Auch im Dachdeckerhandwerk entsteht der Urlaubsanspruch nicht zum Jahresbeginn, sondern anteilig mit der Beschäftigung, und er bleibt beim Arbeitnehmer, wenn dieser innerhalb des Gewerks den Betrieb wechselt. Der aufnehmende Betrieb gewährt den Urlaub und lässt sich die Vergütung von der Kasse erstatten. Das setzt lückenlos geführte Konten und rechtzeitige Anträge voraus. Wer die Erstattung versäumt, zahlt Urlaub aus eigener Tasche, den ein anderer Betrieb erwirtschaftet hat.
Erbringt der Betrieb eine Bauleistung an einen Unternehmer, der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, schuldet der Empfänger die Umsatzsteuer, und die Rechnung geht ohne Steuerausweis hinaus. Maßgeblich ist eine befristete Bescheinigung des Finanzamts, die je Kunde vorzuhalten und deren Ablauf zu überwachen ist. Beim Privatkunden gilt das nicht. Dort kommt es darauf an, Arbeitskosten einschließlich Fahrt- und Maschinenkosten getrennt vom Material auszuweisen und unbar abzurechnen, damit der Kunde seinen Anteil geltend machen kann. Ein Dachdeckerbetrieb rechnet damit dauerhaft nach zwei Logiken ab, oft in derselben Woche.
Zwei Regime, die beide an Bauleistungen hängen und oft verwechselt werden. Beim Steuerabzug behält der unternehmerische Auftraggeber einen Teil der Gegenleistung ein und führt ihn ab, sofern keine gültige Freistellungsbescheinigung vorliegt. Für den Dachdeckerbetrieb kommt die Umkehr der Steuerschuldnerschaft hinzu: Arbeitet er als Subunternehmer für einen Auftraggeber, der selbst nachhaltig Bauleistungen erbringt, geht die Rechnung ohne Steuerausweis hinaus. Fehlt beim Steuerabzug die Bescheinigung und wird trotzdem nicht einbehalten, haftet der Leistungsempfänger — unabhängig vom Verschulden. Umkehr der Steuerschuld erklärt
Das Dachdeckerhandwerk ist abrechnungstechnisch ein Sonderfall, der oft wie ein Normalfall behandelt wird. Die eigene Kasse, die eigene Lohnuntergrenze und das eigene Winterverfahren sind drei Stellen, an denen ein Dienstleister ohne Branchenerfahrung die Regeln des Bauhauptgewerbes anwendet — und das ist jedes Mal falsch.
Dazu kommt der Alltag: Nach einem Sturm arbeitet der Betrieb drei Wochen im Ausnahmezustand, stellt kurzfristig Leute ein und rechnet gleichzeitig Dutzende kleine Reparaturen ab. In genau diesen Wochen bleibt die Abrechnung liegen.
dilohver arbeitet digital, aber nicht anonym. Sie bekommen eine feste Ansprechperson, die weiß, welche Kasse für Sie zuständig ist und warum Ihre Zahlen aussehen, wie sie aussehen. Rückfragen gehen an einen Menschen und nicht in eine Warteschlange.
Was daraus entsteht, ist unspektakulärer als ein Dashboard und im Alltag mehr wert: eine Abrechnung, die an der richtigen Stelle ankommt.
Wir sprechen über Ihren Betrieb, Ihre Beschäftigtenstruktur und den Umfang, den Sie abgeben möchten. Unverbindlich und ohne Vorbereitung.
Sie erhalten ein Angebot mit dem Leistungsumfang, dem Preis- und Leistungsverzeichnis und den Unterlagen für den Start.
Wir übernehmen die Daten aus Ihrer bisherigen Abrechnung und stellen Ihnen Ihren festen Ansprechpartner vor.
Ja, und das ist der Punkt, an dem es sich entscheidet. Das Dachdeckerhandwerk ist vom Verfahren des Bauhauptgewerbes ausdrücklich ausgenommen und hat eine eigene Kasse mit eigenem Meldeweg, eigener Beitragshöhe und eigener Lohnuntergrenze. Wir melden dorthin, wo Ihr Betrieb tatsächlich hingehört, und gleichen die Bemessungsgrundlage gegen Ihre Lohnkonten ab.
Ja. Die Menge der Rechnungen ist kein Problem, die Trennung der Wege ist die eigentliche Arbeit: Beim gewerblichen Auftraggeber kann die Umkehr der Steuerschuldnerschaft greifen, beim Privatkunden nicht, und dort müssen die Arbeitskosten getrennt ausgewiesen sein. Wir buchen beide Wege getrennt und halten die Bescheinigungen nach, von denen die Einordnung abhängt.
Wir schauen uns Ihren Betrieb an und sagen Ihnen, was die Übernahme konkret bedeutet. Unverbindlich.
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